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Bericht: «Auf den Spuren des Osterhasen»

Pünktlich um 09:00 Uhr versammelten sich 16 suchfreudigen Teams auf dem Parkplatz in Heimenschwand, unter ihnen die «alten Hasen» aber auch ein paar neue Gesichter. Nach einer kurzen Instruktion und der Unterteilung in Gruppe blau und rot, erhielt jeder ein Ei aus Plastik und wir spazierten los. Die grosse Aufregung der Hunde legte sich erstaunlich rasch, alle waren nach kurzer Zeit völlig im Osterhasenmodus. 

Angeführt durch Marlen und Ruth fanden wir den ersten Posten, bei dem wir kleine Plastikdosen suchen mussten, welche im Wald versteckt waren. Aus einem Durcheinander aus Buchstaben sollte anschliessend ein Wort gebildet werden – die Gruppe blau einigte sich auf das Wort «HALSBAND» obwohl die Hälfte immer wieder bei «Haas» und «Land» hängen blieb. Die nächste Hürde: Bei jeder Kreuzung hat der Osterhase ein Ei fallen lassen, welches anzeigte in welche Richtung es weiter ging. Einige waren definitiv talentierter darin die braunen Eier im braunen Laub zu finden als andere.
Beim zweiten Posten erwartete uns ein Labyrinth aus Schnüren, welche richtig aufgewickelt zu einem Osterei führten. Darin waren ebenfalls wieder Buchstaben – «OSTERTAG». Die Hunde warteten alle brav und sogar überwiegend ruhig, während sich die Menschen in den Schnüren verhedderten.

Schon von weitem sahen wir die Fähnchen in der Wiese, welche eine Geruchsfährte signalisierten. Vor allem Fährtenkünstler wie Nanu konnten hier so richtig zeigen was die Nase des Hundes alles leisten kann. Im Nu landeten wir bei den kleinen Dosen mit den Buchstaben. Gruppe blau war dieses Mal etwas im Nachteil da offenbar ein Ostermuffel eine der Dosen im Vorfeld gefunden und etwas demoliert hat, darin befand sich nämlich kein Buchstabe mehr. Trotzdem fand Jürgen den «HUNDEKOT» sofort.

Immer noch optimistisch die braunen Eier am Wegrand suchend bremste uns Ruth plötzlich zu einem erneuten Posten. Wir sollten ansagen wie lang unser Hund von der Nase bis zur Schwanzspitze ist. Akkurat begannen einzelne mit Händen und Füssen den Hund auszumessen, wilde Spekulationen über Länge und Breite und selbstverständlich mass Ruth nach. Die «Gemessenen» gingen dann die weiteren Buchstaben suchen – passend zu unseren heutigen Aufgaben «VERSTECK».

Wieder zurück im Wald sollten wir Memory spielen – von den Plastikeiern die wir am Anfang erhalten hatten, war jeweils ein identisches Exemplar im Wald versteckt. Das war doch ziemlich anspruchsvoll, denn die durchsichtigen Eier im Unterholz zu entdecken war selbst für die Hunde nicht ganz einfach. Auch hier hatte Gruppe blau wieder ein Handicap, denn erneut fehlte ein Ei. Trotzdem war das «HÜHNEREI» rasch als solches identifiziert. Während des Wartens trafen wir auch zum ersten Mal auf andere Lebewesen, nämlich Reiter. Doch offenbar hatten sich unsere Vierbeiner im Vorfeld abgesprochen sich heute nur von ihrer besten Seite zu zeigen, denn fast alle warteten ruhig am Wegrand und hatten vor lauter Osterhasen gar keine Lust und Zeit die Reiter zu begutachten.
Endspurt – schon fast alle hatten schon Eier gefunden, also konnte es nicht mehr so weit sein. In den Bäumen hingen nun wieder Eier, vor allem die Menschen waren dabei gefordert denn der Weg war schmal und man musste sich gegenseitig etwas ausweichen. Gruppe blau hatte einige Schwierigkeiten bei dem Lösungswort – Gruppe rot war jedoch so nett und nannte uns den Anfangsbuchstaben, wodurch sich dann ein «MAULKORB» ergab.
Im blau/roten Zweiergespann ging es nun noch einmal los um die letzten Eier zu finden. Ruth und Marlen halfen vor allem dabei sich nicht gegenseitig im Weg zu stehen, denn im Rätselfieber vergisst man manchmal dass auch andere gerne noch suchen möchten. Aber alle nahmen Rücksicht aufeinander, wichen sich aus und liessen jedem seine Individualdistanz. Zweimal kam es dazu dass sich zwei Hunde aus der Distanz ein wenig die Meinung geigten, aber die Situation war immer gleich deeskaliert. Nach einem kurzen Durcheinander mit den Buchstaben, da sich bei der roten Gruppe noch Buchstaben aus den vorherigen Rätseln dazwischen geschmuggelt hatten, war auch die «SCHNAUZE» klar.

Abschliessend gab es bei der Waldhütte noch eine kurze Dummyübung bei der die Hunde an einem Dummy ziehen mussten um den Korb mit dem eigenen Dummy vom Baum herunter zu holen. Dann endlich – Raubtierfütterung! Die Hunde genossen ihre wohlverdiente Mahlzeit sichtlich. Auch für das zweibeinige Wohl wurde gesorgt mit feinem Zopf, Eiern, Getränken und natürlich Osterhasen. Es wurde ruhig, alle waren sichtlich zufrieden und erschöpft. Um 13:00 Uhr war dann Aufbruchsstimmung, vor allem die Fellnasen hatten teilweise sichtlich Stalldrang, vermutlich um im Schlaf die vielen Eindrücke zu verarbeiten.
Langer Rede – kurzer Sinn: Es war eine ganz tolle Erfahrung und es hat riesigen Spass gemacht! Wir waren als bekennende Nicht-NDler am Start und aufgrund vergangener Erfahrungen waren wir etwas skeptisch wie es wohl ankommt dass wir auch mal mit Bestechung arbeiten oder mit dem Clicker. Doch entweder fiel es niemandem auf oder niemand hielt es für nötig uns darauf hinzuweisen, dass wir «etwas falsch machen» – es gab keinerlei Reaktionen auf unser Verhalten. Dies zeugt von Stärke und der Weitsicht, dass es eben nicht nur den einen Weg gibt, sondern das bekanntlich viele Wege nach Rom führen und dass diese Wege alle in Ordnung sind, solange wir fair und liebevoll mit unseren Hunden umgehen im Wissen, dass es Lebewesen sind und keine Maschinen.
Vielen Dank an Ruth und Marlen für die Organisation, die tolle Verpflegung und die Herzlichkeit die ihr durchgehend ausstrahlt! S’hät gfägt!

Rebecca & Nanu

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Ruth Spielmann | Hundeerziehungsberaterin | ND®-Instruktorin | NHB-Fachperson | Treibball-Trainerin | Mobile: +41 79 745 13 49 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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