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Bericht Hundeferienwoche Leutasch 2017

Das etwas andere Hundetraining…

„Sitz! Platz! Steh!“ Das hört man doch zuweilen auf den eingezäunten Hundeplätzen, auf denen ehrgeizige Hundebesitzer ihren vierbeinigen Fellnasen etwas Gehorsam einzutrichtern versuchen. Befehle werden gebrüllt und Leckerli verteilt. Die Hunde gehorchen, oder eben nicht. Und kaum sind die Vierbeiner vom Platz, sind sie ausser Rand und Band…

Die Hundeschule Via-Victoria-Dogs von Ruth Spielmann hat eine andere Philosophie. Sie trägt den Namen Natural Dogmanship (ND), also der natürliche Umgang mit dem Hund. Hundebesitzer sollen das Wesen und die Bedürfnisse des Hundes kennen und versuchen, diese mit den eigenen Bedürfnissen in Einklang zu bringen. Der Hund will Spannendes erleben und Neues lernen und nicht einfach nur spazieren. Als Mensch kann man sich den Jagdinstinkt des Hundes zunutze machen. Die ND-Philosophie möchte den Jagdtrieb in den Alltag einbauen und so spannende Erlebnisse für Hund und Mensch ermöglichen.
Die Hundeferienwoche im schönen Quellenhof in Leutasch ist für mich und unseren Hund Sharo schon seit mehreren Jahren ein Highlight im Sommer. 14 Hundeteams mit mehr oder weniger Entourage nahmen dieses Jahr daran teil. Viele kannten einander von den letzten Jahren, und so gab es bereits bei der Begrüssung ein grosses Hallo. Auch die Neulinge wurden herzlich willkommen geheissen. Diesmal wurden die Trainings von Ruth zusammen mit Kollegin Marianne Votapek von der Hundeschule Sofa-Wolf geleitet, unterstützt von den Vierbeinern Chenay und Louis. Die tollen Fotos stammen von Roland Peter.
Das Programm versprach spannend zu werden, und so war es denn auch. Jeweils am Morgen stand Hundetraining auf dem Programm. Wobei es hier eben nicht um Druck und Leistung ging, sondern dass Hund und Mensch gemeinsam etwas unternehmen, das die Bindung stärkt, beide voneinander lernen und vor allem auch Spass haben. Immer mit dabei ist der Beutel mit dem Futter. Das ist die Beute, die Mensch und Hund zusammen suchen, jagen und erobern. Nach dem Training wird gemeinsam auf einer Decke geruht, und der Hund darf seine Mahlzeit fressen. Zufrieden und müde sind dann beide.
Wissen Sie, was Menschen-Agility ist? Sitzen da die Hunde auf der Decke, während die Menschen über Hindernisse hüpfen und durch Tunnel kriechen? Weit gefehlt. An diesem Tag bildeten die Menschen die Hindernisse, und die Vierbeiner mussten animiert werden, über Arme und Rücken zu steigen oder unter „Tunnel“ durchzukriechen, die durch Menschenkörper gebildet werden. Dabei kamen wir alle ziemlich ins Schwitzen. Der "Herabschauende Hund“ aus dem Yoga bekam dabei eine ganz neue Dimension… An diesem Tag taten uns nach dem Training nicht nur die Glieder, sondern auch die Bäuche weh, nämlich vom vielen Lachen.

Auch das Gruppen-Mantrailing war ein spannendes Erlebnis. Dabei kamen alle Hunde auf ihre Kosten, denn schnüffelnd einer Spur folgen, liegt in der Natur unseres vierbeinigen Freundes. Die Hunde mussten eine Person suchen, die einen Tag vorher den Trail gegangen war und immer wieder Duftmarken in Form von Hölzern hinterlassen hatte. So eine Hundenase ist schon etwas Erstaunliches: Sie verfügt über 220 Mio. Riechzellen (Mensch 5 Mio.)! Kein Wunder, dass Hunde auch in der Katastrophenhilfe eingesetzt werden. Das ist Schwerstarbeit! In der Hundeferienwoche hingegen war es ein Riesenspass für die Vierbeiner, vor allem, als sie die „vermisste Person“ (Roland) am Schluss des Trails im Tipi-Zelt begrüssen durften.
Zwei Tage gingen für die Hunde eher ruhig zu und her. Am Mittwoch war Trainings-Pause, den einige nutzten, um im deutschen Nachbarsstädtchen Mittenwald „Beizen-Training“ zu machen. Und am Freitag liessen wir uns von Ruth, Marianne und Jürg in Erster Hilfe unterrichten. Da wurden Verbände angelegt, Fieber gemessen und T-Shirts anprobiert. Nicht alle Hunde fanden dies spannend. Sharo schaute mich jedenfalls mehrmals mit einer Miene an, die wohl sagen wollte: „Das ist nicht wirklich dein Ernst, oder?“
Zum Schluss gab es wie jedes Jahr am Samstag ein Überraschungsprogramm. Bei der Schnitzeljagd massen sich zwei Gruppen beim Lösen von spannenden Aufgaben. Zur Mittagszeit waren dann alle wieder müde und zufrieden zurück im Hotel zu Suppe und Salat. Leider war damit die Hundewoche schon fast vorbei, wenigstens was die Trainings anging.
Wir Menschen genossen die Ferientage natürlich auch mit anderen Aktivitäten: Feines Essen und gute Gespräche, Wellness, Lesen und Schlafen, Wandern, Velo fahren und Joggen und natürlich der allabendlichen Schlummertrunk-Runde. Das Wetter spielte super mit. Wenn es denn regnete, dann spät am Abend oder eben am Tag der Abreise. Die Woche ist immer viel zu schnell wieder vorbei. Aber nächstes Jahr ist die Hundeferienwoche schon wieder gebucht. Vorfreude herrscht!
Carmelina Castellino mit Sharo da Bulgari

Mehr Bilder in der Galerie -> hier

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Ruth Spielmann | Hundeerziehungsberaterin | ND®-Instruktorin | NHB-Fachperson | Treibball-Trainerin | Mobile: +41 79 745 13 49 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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